GLEICHE CHANCEN FÜR ALLE

MAUSS UNTERNEHMENSGRUPPE ERMÖGLICHT ÄTHIOPISCHEN FLÜCHTLINGEN EINE AUSBILDUNG

Äthiopische Kriegsflüchtlinge erhalten nach einem Praktikum bei dem Erlanger Bauunternehmen einen Ausbildungsplatz

Menschen aus einem anderen Land in unserer Gesellschaft zu integrieren, ihnen eine neue Lebensperspektive zu geben und sie in unserer Gemeinschaft aufzunehmen, ist bei der Flüchtlingsdiskussion in Deutschland seit diesem Jahr immer wieder ein Thema in der Öffentlichkeit. Dabei ist es oft nicht einfach, klare Stellung zu beziehen. Umso schöner ist es, dass immer mehr Menschen helfen, sich engagieren und den Flüchtlingen auf unterschiedliche Weise eine Perspektive ermöglichen, denn soziale und berufliche Integration funktioniert nur, wenn alle ihren Beitrag dazu leisten.

Die MAUSS UNTERNEHMENSGRUPPE aus Erlangen hat bei ihrer diesjährigen Betriebsversammlung ein klares Statement zu diesem Thema gesetzt und vier äthiopischen Kriegsflüchtlingen einen Ausbildungsplatz angeboten. Bereits im August 2016 haben die vier Äthiopier bei dem fränkischen Bauunternehmen ein dreiwöchiges Praktikum absolviert und erste Einblicke in die Berufe des Maurers und Stahlbetonbauers erhalten. Im Zuge der beruflichen Integration durchlaufen die vier jungen Männer aber zunächst eine Eingliederungsphase, einen Mix aus zwei Jahren Schule, Sprachunterricht und Praxiserfahrung, bevor sie eine Ausbildung beginnen können.

Praktikum, Eingliederungsphase und dann Ausbildung
Der erste Grundstein dazu ist mit dem Betriebspraktikum bei MAUSS gelegt. „Für die MAUSS UNTERNEHMENSGRUPPE war die Bereitstellung der Praktikumsplätze gar keine Frage“, erklärt Philipp Schneider, Geschäftsführer des Unternehmens. „Wir sehen unser soziales Engagement als den bescheidenen Anteil gegenüber der Gesellschaft. Bei uns bekommt jeder die gleichen Chancen und hat es dann eigenständig in der Hand sich weiterzuentwickeln.“ Die vier Äthiopier haben diese Gelegenheit genutzt und in der hauseigenen „Azubiwerkstatt“ erste praktische Erfahrungen sammeln können. Die Werkzeuge zur Erstellung von Mauerwerk und Schalungsbau konnten kennengelernt und auch die persönliche Sicherheitsausstattung für den Baustelleneinsatz vermittelt werden. „Das war am Anfang sprachtechnisch gar nicht so einfach“, erklärt Rainer Hutter, Ausbildungsleiter bei MAUSS. „Aber mit „Händen und Füßen“ wie man so schön sagt, hat das funktioniert und am Ende haben die Vier sogar schon die Fachbegriffe des Bauhandwerks kennengelernt und gesprochen. Das Wichtige war die Aufnahme ins Team. Hier waren sie sehr schnell integriert und gern gesehen, denn jeden, der arbeiten möchte, können wir sehr gut gebrauchen.“

Die Äthiopier haben offensichtlich alles richtig gemacht, denn das Erlanger Bauunternehmen hat ihnen nach Beendigung der zweijährigen Eingliederungsphase je einen Ausbildungsplatz angeboten, der ihnen feierlich in Form eines Ausbildungsgutscheins bei der diesjährigen Betriebsversammlung übergeben worden ist.

Infos zum Unternehmen:
MAUSS UNTERNEHEMENSGRUPPE – www.mauss-bau.de